Mit Quantität muss Qualität kommen
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Der geplante Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige schreitet voran. Das gibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bekannt. Im selben Zuge soll die Qualität der geschaffenen und vorhandenen Plätze gesichert werden. Dafür soll ein Gütesiegel für Bildungsträger sorgen und einheitliche Qualifikationen in der Tagespflege sichern.
Um die Ausbildung von Tagesmüttern in Deutschland zu vereinheitlichen und einen fachlich anerkannten Standard zu gewährleisten, wollen Bundesregierung, Bundesländer und die Bundesagentur für Arbeit ein gemeinsames Gütesiegel für Ausbildungsträger einführen.
Mit diesem Siegel soll gewährleistet werden, dass die rund 30.000 Tagesmütter und Tagesväter gut vorbereitet mit ihrer Arbeit beginnen können. Mit ihnen wird in Deutschland eine Betreuungsquote von 35 Prozent erreicht.
Welchen Stellenwert der Kindertagespflege zukommt, belegt der heute vom Bundeskabinett beschlossene Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz. Der Bericht zeigt, dass es mehr Betreuungsangebote für unter Dreijährige gibt als in den vergangenen Jahren, allerdings noch nicht genug. So wurden im März 2008 insgesamt 364.190 Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und Tagespflege betreut.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl damit um fast 43.000. Damit kann jedes achte Kind im Westen und fast jedes zweite Kind im Osten ein Betreuungsangebot in Anspruch nehmen. Das ist gegenüber den Vorjahren eine deutliche Steigerung, allerdings immer noch nicht bedarfsgerecht. Ziel ist eine Betreuungsquote von 35 Prozent im Jahr 2013.
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der
Leyen: "Viele Eltern suchen vor allem für ihre kleineren Kinder eine verlässliche, kompetente und gleichzeitig hochflexible Betreuung. All das finden sie bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater. Damit sie ihre Kinder gut aufgehoben wissen, müssen wir einen hohen Maßstab anlegen. Die Ausbildung der Tagesmütter ist die Achillesferse, denn die Anforderungen sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Wir wollen deshalb gemeinsam mit den Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit ein einheitliches Gütesiegel einführen. Damit garantieren wir eine einheitliche Qualifikation der Tagespflegekräfte, die wir für den Aufbau eines bedarfsgerechten Angebots brauchen."
Der Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet: "Neben den beschlossenen Programmen zur quantitativen Steigerung des Betreuungsangebots für U3jährige bis 2013 brauchen wir jetzt verbindliche Qualitätssteigerungen in der frühkindlichen Bildung. Die Initiative der Bundesregierung zur Tagespflege ist dabei ein erster Schritt. Mittelfristig brauchen wir zusätzlich eine bessere Aus- und Fortbildung sowie Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher."
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